Anleitung zum Selbstbasteln von individuellen Fliegenohren für Pferde - Daxxy's Fliegenohren GriBe: WB

Lieber Pferdefan,

Daxxy's Fliegenohren GriBe: WB

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sicher kennst Du auch das Problem mit den Fliegenohren? Gekaufte Fliegenohren sind nicht besonders schon, Teuer und passen den wenigsten Pferden und auBerdem gibt es nirgends die passende Farbe zur neuen Schabracke... die Liste konnte ich immer weiter fihren. Pferde sind, genauso wie Menschen Individualisten: Den einen machen zu enge Ohrentiten nix aus, wahrend der andere fast schon ausflippt. Auch das Material ist nicht das angenehmste: Kratzig, starr und iberhaupt nicht das was man sich fur seinen Liebling winscht. Ebenso verhalt es sich in Farbe und Form. Nach mehreren Gesprichen mit Pferdebesitzern, die mir die Probleme bestatigten, habe ich Beschlossen: Einfach Selbermachen- Die selbstgehakelten Fliegenohren haben einen groBen Ohren Ausschnitt damit nicht eingeengt oder gar zusammengedrickt wird.

Folgende , Zutaten" brauehs+ Du:

Grundkenntnisse im Hakeln ( ware von Vorteil, oder einfach jemanden, der es dir zeigt!) 100gr. Baumwollgarn (auch Schulgarn genannt) 1 passende Hakelnadel 1 Lineal 30cm 1 Stumpfe Stopfnadel 1 Schere

2 Buroklammern oder Maschenmarkierer

Stoff, am besten Jersey oder anderen elastischen Stoff in der passenden Farbe ( ca. 50x30 cm sollte er schon sein, hier eignen sich noch gute, aussortierte Kleidungsstucke wie T-Shirts oder billiges Shirt aus dem Discounter... usw.) Viel Schnickschnak wie Perlen, Glitzersteinchen, Kordeln, Borten oder Glitzergarn usw.

Ich habe fur diese Fliegenohren folgende Pferderassen vermessen:

Hannoveraner, Westfale, Polnisches WB, Trakehner, Holsteiner und Bayrisches WB. Aus diesen MaBen habe ich den Mittelwert genommen und so umgesetzt, dass es allen WB passt. Naturlich hast Du auch die Moglichkeit dein Pferd zu vermessen, die Ergebnisse in die entsprechende Licke (auf der letzten Seite) einsetzten und danach zu hakeln, denn das Prinzip bleibt immer gleich. Noch was... Ich weis, dass es nervig ist Faden zu vernahen. Aber leider gibt es keine Technik mit der man das umgehen kann. Ich versuchte auch schon die Fliegenohren an einem Stuick zu hakeln, leider war das Ergebnis nicht so berauschend: alles krumm und schief und ich konnte nur eines machen: alles wieder auftrennen. Ich wuinsche Dir viel Erfolg und.. viel Geduld - denn schlieBlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen :o))

... und los geht's:

1. Hakle eine 30cm lange Luftmaschenkette (die Maschen ziehen sich bei der 1.Reihe zusammen.): Bild 1

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2. .. dann beginnst Du mit einer Reihe fester Maschen - damit das Genickstuck Stabilitat hat ( oder auch zwei :o)) ) Danach dieses Stick ausmessen, es sollte ca.28cm lang sein.. danach eine Wendeluftmasche ... und deine Handarbeit wenden... 3. .. so, nun kommt die zweite (oder dritte Reihe) dran, sie wird mit halben Stabchen gehakelt... Aber - den Faden nicht von unten nach oben holen - sondern von oben nach unten (Bild 2+3-4, erfordert etwas Ubung - da es von den iblichen halben Stabchen abweicht aber nur so bekommst Du die Stabchenstruktur).

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Den Arbeitsfaden von vorne nach Hinten auf die Hakelnadel legen und in die nichste Masche einstechen...

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. . vorsichtig durchziehen ( durch 2 Schlaufen bzw. Maschen, nochmal Arbeitsfaden holen und durch die Letzte Masche durchziehen).. Bild 4

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.. hier siehst du Bild 2 von Oben, so sollte es aussehen. 4. .. das Genickstuck sollte ca. 4-5 cm hoch sein ( das sind etwa 6-8 Reihen je nach Muster ) 5. Ist die Hohe erreicht, beendest Du hier - Faden ab und Sichern. 6. Nun kommt der Steg zwischen den Ohren:

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..hier habe ich die Lange des Genickstickes halbiert und von der Mitte aus die benotigten cm abgemessen, Markierung anbringen und fertig.

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...hier sieht man das Genickstick mit Ohrensteg, am X beginnst Du mit der Stirnpartie (mit Festen Maschen) 7. Jetzt hakelst du im gleichen Muster weiter (innerhalb der Markierungen) Insgesamt 9cm hoch - wenn Du die Hohe erreicht hast - Faden ab. Du beginnst am Genickstick - an jenem Teil wo Du begonnen hast (siehe Bild 6 am X) - am Anschlagsfaden. Dann hakelst Du die Reihen hoch (Nr.2 + 3 +4 (!) feste Maschen). Wenn Du am Ende der 6ten oder 8ten Reihe angekommen bist, kommt jetzt die Verbindung von den Seitenteilen zum Ohrensteg - hier hakelst du eine 14cm lange Luftmaschenkette ( nicht so fest- sonst tust Du dir schwer eine weitere Reihe in diese Maschen zu hakeln..) dann kommt der Ohrensteg - dann wieder 14cm Luftmaschenkette - dann wieder Genickstick - das schwierigste hast Du geschafft. Nun hakelst Du das Genickstuck im selben Muster weiter (Wendeluftmasche, das gute Stuick wenden und weiter geht's) Etwas kniffeliger wird es dann an der Luftmaschenkette, da ist Geduld gefragt. Das sind ebenso 6-8 Reihen (je nach Muster). Die groBen ,Locher" sind Aussparungen fur die Pferdeohren.

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9. Hast Du die passende Hohe erreicht? O.k.? Faden ab. So soll das dann aussehen..

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Hier siehst Du die beiden Buroklammern, die als Markierung dienen (Nr. 10, 30/ 25 Maschen vom linken und rechten Rand in Richtung Mitte). Ich habe zur besseren Ubersicht die erste Reihe im Lochmuster gehakelt (2 halbe Stabchen und 2 Luftmaschen im Wechsel). 10. Von den auBeren Kanten- begonnen am Genickstuck zahlst Du 30/25 Maschen in Richtung Ohrensteg (es konnen auch weniger sein, je nachdem wie breit die Stirn deines Lieblings ist)- wobei die erste Masche nicht mitgezahlt wird (ab X Bild 6), bringe wieder Markierungen an. Das gleiche auf der anderen Seite. Sind beide Seiten gleich? Lege das Hakelstuck wieder in der Mitte zusammen und prife, ob die Markierungen von beiden Genickstuckkanten auf gleicher Hohe sind. Das, zwischen den Markierungen, wird der ,Latz" hier hast Du die Moglichkeit mit einem anderen Muster zu arbeiten - oder Du machst einfach mit dem Muster weiter, mit dem Du begonnen hast! Von hier an nimmst Du in jeder Reihe eine Masche ab (einfach: nicht ganz bis zur letzten Masche hakeln, die vorletzte hakelst Du noch, danach machst Du eine Wendeluftmasche und beginnst mit der neuen Reihe). Das fuhrst du so lange fort, bis die gewinschte Lange erreicht ist... Wenn Du den Latz sportlich willst-hakle einfach nicht bis zum Spitz sondern lass es einfach etwas Eckiger. 11. Wow - fast fertig.. bis jetzt ging es doch recht gut. Vernahe die Faden auf der nicht so schonen Seite.

Bild 9

umhakelst die Fliegenohren komplett in der Hauptfarbe. Wenn Du diese runde fertig hast, umhakelst Du nur noch den ,Latz", damit seine Form stabiler ist und Du ein bisschen Platz hast fur die Deko.

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So sollten Deine Fliegenohren jetzt aussehen... 12. Nun, wenn alle nervigen Faden vernaht sind (die kannst Du auch zum Schluss vernahen), nimmst Du nochmal Hakelnadel und Garn in die Hand und Bild 10

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Auf diesem Foto habe ich den Latz zum zweiten Mal umhakelt, damit der Rand ,gerader" wird. Dann...

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Als Kontrastfarbe habe ich schwarz gewahlt, weil Du auch gleich sehen kannst, was Du mit Tiefer gestochenen Maschen (ganz simpel: einfach eine Reihe weiter unten einstechen und wie gewohnt weiter Hakeln: 1 Masche in die letzte Reihe einstechen und abhakeln-> die nachste Masche in die vorletzte Reihe einstechen und abhakeln usw.) fur tolle Effekte erzielen kannst. Ich habe hier mit festen Maschen gearbeitet.

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Auf diesem Foto siehst Du schon die Vorbereitung fur das Muschelmuster (3 feste Maschen, 3 Luftmaschen im Wechsel) Du kannst hier auch sehr gut die tiefer gestochenen Maschen sehen.

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Das Muschelmuster ist dann der Kronende Abschluss, Du kannst natuirlich auch was anderes probieren.

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Fast fertig! Nur noch die Fäden vernahen und die Ohrentiten annähen. Fertiges Fliegenohrenbild

Muschelmuster

Im Muschelmuster (auf den umrandeten Latz folgende Reihe hakeln: 3 feste Maschen, 3 Luftmaschen im Wechsel, bis zum Ende des Latzes. Danach Wendeluftmasche, und wie folgt weiter: in die 3 Luftmaschen kommen 5 oder 7 Stabchen (je nach Dichte der Muscheln aber in der Regel sehen 7 Stabchen schoner aus) dann in die mittlere feste Masche der vorigen Reihe wieder eine feste Masche hakeln und wieder 7Stabchen..usw, so hakelst Du weiter bis ans Ende des Latzes. Mit etwas Ubung werden die Muscheln gleichmäβiger!

Latz und Deko...

Hier ist Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt, ob du es nun mit Glitzersteinchen oder Perlen verzierst oder lieber eine Kontrastfarbige Kordel annahst - probier es einfach aus! Glitzerkleber oder ahnliches ist nicht geeignet, denn Du mochtest das Teil ja auch einmal in der Waschmaschine waschen. Die Mihe die Du dir machst lohnt sich in jedem Fall, denn keine/keiner hat solch gut sitzende Fliegenohren fur Seinen vierbeinigen Schatz!

Schnitt fur die Pferdeohren:

Ich habe fuir die Stoffohren einen Karton (diese Vorlage kannst Du ofter benutzen) in der Breite von 12cm und einer Hohe 20cm ausgeschnitten. Die Hohe der Stoffohren kannst Du auf denen Liebling individuell abstimmen - Loffel ausmessen!! Dann einfach der Hohe anpassen -fertig. Ich selbst habe die Ohrentiten mit einer Nahmaschine angenaht, ist ein bisschen umstandlich aber sieht auch dafur viel schoner aus - aber auf die Ausrichtung der Ohrentiten achten: Die Naht bildet die hintere Mitte. Das ist wichtig damit Deinem Liebling nichts drickt, denn die Ohren sind eines seiner wichtigsten Sinne. Vielleicht mogen die Ohrenlocher Groβ erscheinen, aber sie passen wirklich sehr gut und Dein Pferd kann die Ohren problemlos bewegen. Mein Model (Titelbild) hasst zu enge Fliegenohren, deswegen hat meine Freundin ihm auch keine mehr dariber gezogen. Aber mir den selbstgemachten sieht er doch richtig relaxt aus!! So sollte das in etwa aussehen: Mit einem Lineal einen 20cm lange Linie zeichnen und eine weitere Linie mit 12cm im rechten Winkel an einem Ende der Linie dazu zeichnen und die Beiden Endpunkte mit einem leichten Bogen miteinander verbinden.

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Die MaBe deines Pferdes: Notizen: Name: Linge der Ohren ( von Ohrenansatz zur Spitze): cm Ohrensteg ( von vorne, zwischen den Ohren von Ohr zu Ohr): cm Genicklange ( hinten, von OhrauBenseite zu OhrenauBenseite gemessen) cm

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