Rippen-Schal in Flechtmuster-(Entrelac-)Technik
Fassung vom 28.2. 2007
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Entwurf: Andrea KruB-Anders, Dezember 2006 Garn: Merino-Wolle, Lauflänge ca. $170\ m/50\ g,$ 170 bis 200 g Nadeln: Nr. 3 bis 3,5 Maschenprobe: ca. $30\textsf{M}\times38\textsf{R}$ glatt rechts $=10\times10c m$ Fertige MaBe: ca. 15 cm x 160 cm Schwierigkeitsgrad: mittel bis fortgeschritten Rechtliches: Diese Anleitung ist fur den privaten Gebrauch bestimmt und darf in diesem Rahmen gerne genutzt werden. Nachstricken ist ausdrucklich erwunscht! Verkauf oder andere gewerbliche Nutzung ist untersagt. Jede andere Nutzung oder Veroffentlichung, ganz oder teilweise, als Druckerzeugnis oder elektronisch, bedarf meiner ausdrucklichen schriftlichen Zustimmung. Mein Name als Urheberin darf nicht entfernt werden.
Allgemeines:
Der Schal ist in Flechtmuster-Technik (Entrelac) gearbeitet. Allerdings sind die einzelnen Flchen nicht wie sonst ublich glatt rechts gestrickt, sondern in 1re-1li-Rippen. Dadurch sehen beide Seiten gleich aus. Das Rippenmuster verzerrt die Flachen so, dass sie im fertigen Strickstuck eher hantelformig als quadratisch aussehen. Jede Reihe besteht aus einem hochkant gestelten Dreieck am Rand und zwei schrag liegen- den Quadraten. Jedes Quadrat/Dreieck ist $12\,\,\mathsf{M}$ breit. Das Muster kann aber auch mit ande- ren geraden Maschenzahlen gearbeitet werden. In der Anfangs- und der Abschluss-Reihe werden jeweils ein halbes und zwei ganze Dreiecke gestrickt. Der Schal besteht aus 48 Reihen mit Quadraten/Dreiecken, insgesamt 144 Quadrate und Dreiecke.
Schema-Zeichnung:
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Die Nummern in den Dreiecken und Quadraten geben die Reihenfolge an, in der die Flachen gestrickt werden. Die Pfeile mar- kieren die Strickrichtung.
Anleitung:
Abkurzungen:
$\times\,2\;|\mathbf{i}=$ aus 1 M 2 li M herausstricken (erst 1 li M wie ublich um das vordere Maschenglied str, die M nicht von der li Nadel gleiten lassen, noch mal 1 li M um das hintere Maschenglied str, also li verschränkt, dann die M von der li Nadel gleiten lassen). Alternative: 1 M li, 1 M verschränkt aus dem Querfaden zunehmen. 2 M rv $z\mathbf{u}\mathbf{s}=2$ M rechts verschrankt zusammenstricken 1 M abh $=1$ M wie zum Linksstricken abheben, dabei den Faden vor die Arbeit $1\ \cup=1$ Umschlag wnd $=$ wenden
1. Anschlag
31 M anschlagen, am besten italienisch (runder Anschlag). Wenn die Quadrate nicht $12~\mathsf{M}$ breit werden sollen, sondern eine andere MaschenzahI N haben, hilft diese Formel: Gesamtmaschenzahl $=$ (Anzahl der Quadrate pro Reihe) $\times\textsf{N}+\textsf{N}/2+\textsf{1}$ Bsp: Drei Quadrate pro Reihe mit je $10\ {\sf M}$ Breite $\rightarrow3\times10+10/2+1=36\;\mathsf{M}$
2. Anfangsreihe
2.1. Halbes Grunddreieck (Flache 1 im Schema) 1. R.: 1 re, 1 li (ergibt 2 M auf der re N), wnd 2. R.: 1 M abh, 1li, wnd 3. R.: x 2 li, 1 li, 1 re, (ergibt 4 M auf der re N), wnd 4. R.: 1 M abh, 1 re, 1 li, 1 re, wnd 5. R.: x 2 li [1 re, 1 li] 2mal, (ergibt 6 M auf der re N), wnd 6. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li wnd 7. R.: x 2 li, [1 li, 1 re] 3 mal, (ergibt 8 M auf der re N), wnd 8. R.: 1 M abh, [1 re, 1 li] 3 mal, 1 re, wnd 9. R.: x 2 li, [1 re, 1 lij] 4 mal, (ergibt 10 M auf der re N), wnd 10. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 4 mal, 1 li, wnd 11. R.: x 2 li, [1 li, 1 re] 5 mal (ergibt 12 M auf der re N), NICHT WENDEN! Diese 12 M auf der rechten Nadel bilden nun die Oberkante des ersten Dreiecks und werden vorerst liegengelassen. Auf der linken Nadel sind jetzt noch 24 M vom Anschlag. 2.2 Ganzes Grunddreieck (Flachen 2 und 3 im Schema) 1. R.: 1 li, 1 re (ergibt 2 M auf der re N plus den stillgelegten), wnd 2. R.: 1 M abh, 1 re, wnd 3. R.: 1 li, 1 re, 1 li $(-)3$ M auf der re N), wnd 4. R.: 1 M abh, 1 li, 1 re, wnd 5. R.: [1 li, 1 re] 2 mal ( $(-)4$ M auf der re N), wnd 6. R.: 1 M abh, 1 re, 1 li, 1 re, wnd 7. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li $(->5$ M auf der re N), wnd 8. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 2 mal, wnd 9. R.: [1 li, 1 re] 3 mal ( $_{\cdot>6}$ M auf der re N), wnd 10. R.: 1 M abh, [1 re, 1 li] 2 mal, 1 re, wnd 11. R.: [1 li, 1 re] 3 mal, 1 li $(->7\textsf{M}$ auf der re N), wnd 12. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 3 mal, wnd 13. R.: [1 li, 1 re] 4 mal $(->8$ M auf der re N), wnd 14. R.: 1 M abh, [1 re, 1 li] 3 mal, 1 re, wnd 15. R.: [1 li, 1 re] 4 mal, 1 li $(->9$ M auf der re N), wnd 16. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 4 mal, wnd 17. R.: [1 li, 1 re] 5 mal $(\phantom{\phantom{\biggr.}}\!\!\!-\gamma\,10$ M auf der re N), wnd 18. R.: 1 M abh, [1 re, 1 li] 4 mal, 1 re, wnd 19. R.: [1 li, 1 re] 5 mal, 1 li $(->11\textsf{M}$ auf der re N), wnd 20. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 5 mal, wnd 21. R.: [1 li, 1 re] 6 mal $(\cdot>12$ M auf der re N), NICHT WENDEN! Das Dreieck hat wiederum 12 M an der Oberkante, die liegen gelassen werden. Das ganze Grunddreieck noch einmal arbeiten. Damit sind dann alle M vom Anschlag aufge- braucht. Nach dem zweiten Grunddreieck wenden.
3. Mittelreihen
1. R. (Hin-R.): x 2 li, 2 M rv zus $(-)3$ M auf der re N, 9 M von der Oberkante des Quadrats oder Dreiecks der Vorreihe auf li N), wnd 2. R. (Ruck-R): 1 li, 1 re, 1 li, wnd 3. R.: x 2 li, 1 li, 2 M rv zus $(->4$ M auf der re N, 8 M auf der li N), 4. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, wnd 5. R.: x 2 li, 1 re, 1 li, 2 M rv zus ( $_{\cdot>5}$ M auf der re N, 7 M auf der li N), wnd 6. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li, wnd 7. R.: x 2 li, 1 li, 1 re, 1 li, 2 M rv zus ( $~~~~->6$ M auf der re N, 6 M auf der li N), wnd 8. R.: [1 li, 1 re] 3 mal, wnd 9. R.: ×2 i, [1 re, 1 li] 2 mal, 2 M rv zus (-> 7 M auf der re N, 5 M auf der li N), wnd 10. R.: [1 li, 1 re] 3 mal, 1 li, wnd 11. R.: x 2 li, [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li, 2 M rv zus ( $_{\cdot>8}$ M auf der re N, 4 M auf der li N), wnd 12. R.: [1 li, 1 re] 4 mal, wnd 13. R.: x2 li,[1 re, 1 lij] 3 mal, 2 M rv zus $(->9$ M auf der re N, 3 M auf der li N), wnd 14. R.: [1 li, 1 re] 4 mal, 1 li, wnd 15. R.: x 2 li, [1 li, 1 re] 3 mal, 1 li,2 M rv zus ( $(->10\mathrm{~M~}$ auf der re N, 2 M auf der li N), wnd 16. R.: [1 li, 1 re] 5 mal, wnd 17. R.: x2 li, [1 re, 1 li] 4 mal, 2 M rv zus $(\cdot>1\,1$ M auf der re N, 1 M auf der li N), wnd 18. R.: [1 li, 1 re] 5 mal, 1 li, wnd 19.R:×2 i, [1 li, 1 re] 4 mal, 1 li,2 M rv zus $(->10\mathrm{~M~}$ auf der re N, 2 M auf der li N), NICHT WENDEN! 3.2 Quadrat (Flachen 5, 6, 8, 9 usw. im Schema) 1. R. (Hin-R.): Aus der seitlichen Kante des Quadrats bzw. Dreiecks der Vorreihe 12 M der Vorreihe re str, die letzte aufgenommene M uber diese M ziehen. Das ergibt 12 M auf der re Nadel und 11 M von der Oberkante des Quadrats der Vorreihe auf der li Nadel. Wenden 2. R. (Ruck-R): [1 li, 1 re] 6 mal, wnd 3. R.: [1 li, 1 re] 5 mal, 1 li, 2 M rv zus, wnd Die 2. und 3. R wiederholen, bis alle M von der Oberkante des Quadrats/Dreieicks der Vorreihe aufgebraucht sind. Bei den in der Mitte des Strickstucks liegenden Quadraten (Flachen 5, 8, usw.) NICHT WEN- DEN, bei den an der Kante gelegenen (Flachen 6, 9, usw ) die Arbeit wenden. Soviele Mittelreihen stricken, bis die gewunschte Schal-Länge erreicht ist
4. Abschlussreihe
Hier werden verkurzte Reihen benutzt. Alternativ kann man die M an der oberen Kante auch abketten, allerdings bekommt man dann keine schone Abschlusskante. 4.1. Halbes Abschlussdreieck (Flache 142 im Schema) Zunchst wie ein seitliches Dreieck (siehe Abschnitt 3.1) arbeiten bis zur 7. R. einschliessich. 8. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li, wnd 9. R.: 1 U, [1 re, 1 li] 2 mal, 2 M rv zus, wnd 10. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, wnd 11. R.: 1 U, 1 li, 1 re, 1 li, 2 M rv zus, wnd 12. R.: 1 li, 1 re, 1 li, wnd 13. R.: 1 U, 1 re, 1 li, 2 M rv zus, wnd 14. R.: 1 li, 1 re, wnd 15. R.: 1 U, 1 li, 2 M rv zus, wnd 16. R.: 1 li, wnd 17. R.: 1 U, 2 M rv zus, NICHT WENDEN!
4.2 Ganzes Abschlussdreieck (Flachen 143, 144 im Schema)
Wie ein normales Quadrat (siehe Abschnitt 3.2) arbeiten. Dabei nach dem gleichem Prinzip wie beim halben Abschlussdreieck in jeder Ruckreihe 1 M weniger str, wenden, 1 Umschlag machen.
5. Abschlusskante
Uber alle M eine R im Rippenmuster 1re-1listricken. Dabei die Umschlage mit den folgen- den M gemäB dem Rippenmuster aus der Abschlussreihe zusammenstr. Noch eine Reihe uber alle M im Rippenmuster stricken. Dann italienisch abketten (abnähen) oder durch Uberziehen abketten.
6. Fertigstellung
Fäden vernähen. Wenn die Seitenränder zu wellig sind, Schal vorsichtig spannen, dabei nicht zu stark in die Breite ziehen. Und zum SchluB noch ein Detailbild:
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Viel SpaB beim Nachstricken wunscht Andrea KruB-Anders (Drea)